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Wilfried Oellers

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Video-Vorstellung (2014)

Wilfried Oellers (* 16. September 1975 in Mönchengladbach) ist ein deutscher Politiker (CDU) und Rechtsanwalt. Seit 2013 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages.[1]

Leben

Oellers besuchte zunächst die Gemeinschaftsgrundschule Randerath-Porselen und anschließend die Realschule Oberbruch. Nach seinem Abitur am Cusanus-Gymnasium Erkelenz leistete er seinen Zivildienst bei der Evangelischen Kirchengemeinde Heinsberg.

An der Universität zu Köln studierte Wilfried Oellers Rechtswissenschaften. Seit dem Abschluss des Referendardienstes am Landgericht Aachen war er in einer Heinsberger Anwaltskanzlei als Fachanwalt für Arbeitsrecht tätig.[2]

Seit 1995 ist er Mitglied der Kölner Burschenschaft Wartburg-Suevia Leipzig.[3]

Partei

Oellers trat 1999 zunächst in die Junge Union ein. Dort bekleidete er mehrere Positionen sowohl auf Stadtverbands- als auch im Kreisverbandsebene. Mitglied der CDU wurde er 2003. In seinem Ortsverband Porselen/Horst ist er seit 2006 der stellvertretende Vorsitzende. Im Vorstand des Stadtverbandes Heinsberg war er zunächst als Beisitzer (2007–2009) und später als Schatzmeister (2009–2013) tätig Seit 2013 ist er kooptiertes Mitglied im Kreisvorstand der CDU Heinsberg und seit 2015 ordentliches Mitglied im CDU Bezirksvorstand Aachen.[4]

Abgeordneter

Bei der Bundestagswahl 2013 gewann Oellers mit 53,4 Prozent der Erststimmen das Direktmandat im Bundestagswahlkreis Heinsberg.

Er war in der Wahlperiode 2013–2017 ordentliches Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, dort Berichterstatter für Arbeitsrecht, Arbeitsgerichtsgesetz, Tarifrecht und europäisches Arbeitsrecht. Darüber hinaus war er stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie sowie im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft.[5]

Bei der Bundestagswahl 2013 wurde Wilfried Oellers als direkt gewählter Abgeordneter für den Wahlkreis 89 – Heinsberg gewählt. Im 18. Deutschen Bundestag war er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales und zudem stellvertretendes Mitglied in den Ausschüssen für Ernährung und Landwirtschaft sowie Wirtschaft und Energie. Im September 2017 wurde Wilfried Oellers erneut direkt von den Bürgerinnen und Bürgern des Kreises Heinsberg in den 19. Deutschen Bundestag gewählt und errang 45,6 % der Stimmen[6]. Auch in der Wahlperiode 2017–2021 war er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz, sowie im Vermittlungsausschuss.[7] Darüber hinaus war Oellers Mitglied im Richterwahlausschuss.[8] Am 26.09 gewann er erneut das Direktmandat für den Kreis Heinsberg mit 39,7 % der Stimmen.[9] In der 21. Wahlperiode ist Oellers erneut Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales und im Rechtsausschuss.[10]

Wilfried Oellers war in der 20. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages Beauftragter für die Belange von Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. In der 21. Wahlperiode führt er dieses Amt als Beauftragter für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen weiter.[11]

Politische Positionen

Wilfried Oellers setzt sich aktiv ein für die Abschaltung der Atomkraftwerke Tihange II und Doel III im deutsch-belgischen Grenzgebiet,[12] für die Schaffung einer Dienstverrichtungsstelle der Bundespolizei im Kreis Heinsberg[13] und die Stärkung des ländlichen Raumes.[14] Oellers vertritt sowohl arbeitnehmer- als auch arbeitgeberfreundliche Positionen. So setzte er sich einerseits in der 18. Wahlperiode für die Einführung des Mindestlohnes ein,[15] andererseits stimmte er gegen die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverhältnissen.[16] Sein Abstimmverhalten in der Legislaturperiode 2013 bis 2017 spiegelt dies wider.[17]

Weblinks

Commons: Wilfried Oellers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Deutscher Bundestag - Abgeordnete. Abgerufen am 25. Oktober 2020.
  2. Deutscher Bundestag – Wilfried Oellers. In: Deutscher Bundestag. (bundestag.de [abgerufen am 28. Februar 2018]).
  3. Der Burschenschafter: Periodikum der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft. (PDF) In: allgemeine-burschenschaft.de. Vorsitzende Burschenschaft der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft Aachener Burschenschaft Teutonia, Januar 2018, abgerufen am 26. März 2018.
  4. Lebenslauf auf der Webseite von Wilfried Oellers.
  5. Mitglieder des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft (Memento vom 27. April 2015 im Internet Archive) bundestag.de, online, abgerufen am 18. September 2014
  6. [1]
  7. [2]
  8. Wilfried Oellers MdB in den Bundesfachausschuss für soziale Sicherung und Arbeitswelt der CDU berufen. wilfried-oellers.de, abgerufen am 13. November 2019.
  9. Ergebnisse Heinsberg - Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 28. September 2021.
  10. Deutscher Bundestag: "Gewählte Abgeordnete". In: www.bundestag.de. Deutscher Bundestag, abgerufen am 22. Januar 2022 (deutsch).
  11. Wilfried Oellers zum Beauftragten der CDU/CSU-Fraktion für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ernannt. In: www.cducsu.de. CDU/CSU-Bundestagsfraktion, abgerufen am 21. Januar 2022 (deutsch).
  12. Madeleine Gullert: Kampf gegen Tihange: Energieminister will Verfahren beschleunigen. In: Aachener Nachrichten. (aachener-nachrichten.de [abgerufen am 28. Februar 2018]).
  13. Marlon Gego: Kaum noch Grenzkontrollen: Dienststelle für Bundespolizei im Kreis Heinsberg gefordert. In: Aachener Zeitung. (aachener-zeitung.de [abgerufen am 28. Februar 2018]).
  14. Ländliche Entwicklung mit neuen Schwerpunkten entscheidend voranbringen Bundesprogramm mit 55 Millionen Euro ausgebaut | Wilfried Oellers. Abgerufen am 28. Februar 2018 (Lua error in Module:Multilingual at line 149: attempt to index field 'data' (a nil value).).
  15. Bundestag beschließt Stärkung der Tarifautonomie und Regelung des Mindestlohns | Wilfried Oellers. Abgerufen am 28. Februar 2018 (Lua error in Module:Multilingual at line 149: attempt to index field 'data' (a nil value).).
  16. Deutscher Bundestag: Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 241. Sitzung Berlin, Freitag, den 23. Juni 2017. Abgerufen am 28. Februar 2018.
  17. [3]